Imkerverein Rheingau

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Rheingauer Imker räumen ab

12.11.2011 - GEISENHEIM

Von Christina Schultz

PRÄMIERUNG Gleich neun Honige gewinnen Medallien bei landesweitem Wettbewerb

Einmal mehr hat der Imkerverein Rheingau die Bestätigung: Honig aus der Region gehört zu den Besten und damit zu den regionalen Spitzenprodukten von „Echtem Deutschen Honig“. Dieser Beweis kam von höchster Stelle, denn auch in diesem Jahr organisierte der Landesverband Hessischer Imker in Bad Wildungen eine Honigprämierung. Und die Rheingauer räumten gleich neun Medaillen ab.

7500 Imkerinnen und Imker in 168 Ortsvereinen waren aufgerufen, Honige zur Bewertung einzureichen, die einer intensiven Prüfung optisch-sensorischer und chemisch-physikalischer Art unterzogen wurden. Wert gelegt wurde besonders auf Sauberkeit des Honigs. Konsistenz, Geruch und Geschmack wurden ebenfalls streng überprüft. Die zweite Phase der Untersuchung fand im Labor der Bieneninstitute in Kirchhain und Celle statt. Dort wurden die Honige auf ihren Wassergehalt und auf das Enzym Invertase untersucht.

Fünf Gold- und vier Silbermedaillen erhielten die Honige der Rheingauer Imkereien Monika Fiala (2 von links) aus Rauenthal, Peter Kuhn (ganz rechts) aus Stephanshausen, Elisabeth Heuchert (4 von links) aus Lorch, Karl-Heinz Müller (3 von links) aus Geisenheim, Olaf Mewes (2 von rechts, mit Tochter) aus Johannisberg und Willi Soika (1 von links) aus Lorch. In einer Veranstaltung des Imkervereins Rheingau übergaben der Vorsitzende Peter Kuhn und Vera Poker vom Bieneninstitut Kirchhain in der Forschungsanstalt Geisenheim Urkunden und Preissiegel an die Preisträger, die sich durch die Auszeichnung in ihrer Arbeit um eine schonende Ernte und Verarbeitung ihres Naturproduktes bestätigt wissen.

Dass man Honige von höchster Qualität produziere, sehe man auch in der Untersuchung auf Rückstände und Fremdstoffe aus Imkerei und Landwirtschaft, erklärte Peter Kuhn. Die Rückstandsanalyse, die der Verein jedes Jahr vornehmen lasse und dessen Untersuchung vor einigen Jahren vom Ortsverband angeregt wurde, habe auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass Rheingauer Honig unbelastet von jeglichen Fremdstoffen sei. Trotz allem muss der Imker Vorsicht walten lassen bei der Bekämpfung der gefährlichen Varroa-Milbe, die ohne Behandlung durch den Imker ganze Bienenvölker in kürzester Zeit ausrotte. Ein immer wiederkehrendes Problem, das auch am Abend der Prämierung ein wichtiges Thema darstellte und viele Mitglieder in den Hörsaal der FH zog. „Wir bekämpfen die Varroa-Milbe im Sommer mit Ameisensäure und im Winter mit Oxalsäure, also auch hier alles ohne Chemie“, erläuterte Peter Kuhn. Die exakte Handhabung der Winterbehandlung demonstrierte Vera Poker am Beispiel eines mitgebrachten Bienenschaukastens. Wie man das Bienenvolk, das sich in der kalten Jahreszeit als sogenannte Wintertraube im Kasten zusammenschließt, erfolgreich gegen den gefährlichen Milbenbefall behandelt und worauf man besonders achten muss, zeigte die Tierwirtin aus Kirchhain dabei sehr anschaulich bei der Demonstration der Träufelmethode mit Oxalsäurelösung direkt im Bienenstock.

Info unter info@imkerverein-rheingau.de